wenn der Doppingkontrolleur 2xklingelt…

dopping

Bald verboten wegen Dopping?

Dopping – die Geißel des Leistungssports. Beruhend auf, meist medizinischen, Behandlungen mit und durch pharmazeutische Mittel. Eine schöne, durch Streptokokken ausgelöste Diarrhö macht zwar auch schneller, sieht auf dem Siegerfoto aber nicht so schön aus wie bei einem Sieg durch einen mit Anabolika und Epo aufgebauschtem Muskelapparat.

Nun werden Doppingkontrollen im Leistungssport doch recht ernst genommen. Manchmal auch etwas zu ernst, wie es bei Schwimmtalent Markus Deibler vor kurzem passierte (kurze Zusammenfassung: Abends um 9 kam die Kontrolle und gleich am nächsten Morgen um 6 die Nächste).

Doch nicht nur bei Leistungssportlern soll demnächst das Damoklesschwert Dopingkontrolle schweben. In Bayern werden Stimmen laut, die dies gerne für Alle durchsetzen würde. Quasi ein „Ein Strafrecht zum Schutze der Integrität des Sportes[…]!“ Der Antrag ist bereits dem Bundestag vorgelegt. Vorgestellt hat den Gesetzentwurf übrigens neben Bayerns Justizminister unter anderem auch der DLV-Präsident Dr. Clemens Prokop.

So wird Oma Trude, als Athletin in der Rheumaliga, dann wohl auch mit Hausdurchsuchungen rechnen müssen, wo ihr dann die Blutdruck hebenden oder -senkenden Mittel oder der Asthmainhalator zum Verhängnis werden können. Eine Kommision soll dann eine Liste pflegen auf der dann die Mittelchen stehen, die für Hausdurchsuchungen und Anklagen geeignet sind. Schon der Besitz soll strafbar sein. Das wird naturgemäß darin enden, dass niemand mehr dabei durchblickt, aber jeder jederzeit von ein paar übereifrigen Staatsanwälten* angeklagt werden kann, denn in jedem normalen Haushalt finden sich Mittelchen, die irgendwie auf irgendeiner Doppingliste stehen. Natürlich sollen dafür die „Möglichkeiten der Überwachung des Telekommunikationsverkehrs ausgebaut“ und in dem Zuge auch gleich mal ein paar andere Grundrechte abgebaut werden.

Schöne neue Sportwelt.

*Die Erfahrung zeigt, dass es immer jemanden gibt, der Spielräume aufs extreme ausreizt und/oder missbraucht. Gerade auf Seiten der Vollzugsbehörden/Strafverfolger.

(via telepolis)

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