Es wird wohl ein Traum bleiben… Erst einmal…

Für die meisten da draußen ist es wohl gar kein Problem. Meist sogar Bestandteil des täglichen Lauftrainings. Bei einigen vielleicht sogar mehrmals hintereinander.

Nein, nix unanständiges! Ich rede schon noch vom laufen. Genauer meinte ich das Laufen einmal um den See herum. Den kleinen. Der der sowieso vor der Tür liegt oder zumindest in „fußläufiger“ Entfernung. Mit den kleinen Uferwegen rundherum. Und den bequemen Parkbänken. So einen See hab ich hier auch (Toll!), der ist allerdings etwas größer (nicht so Toll).

Ein mal rundherum würde ich gerne mal. Auf meinen eigenen zwei Beinen. Wandern wäre ja eine Möglichkeit, dauert mir aber zu lange (wir essen zeitig!). Also laufen.

Schweriner Schloß

Am Sonntag bin ich mit meinem Brüderchen die Strecke mal abgefahren. Im Eiltempo. Auf meinem Zweiradpanzer (Leergewicht: 25kg plus das übliche Gepäck wie Wasser, Regenjacken etc. für Zwei Personen). In fast genau 3 Stunden einmal drumherum (zur Erinnerung: wir essen zeitig! 🙂 ). Inklusive gesperrtem Bahnübergang (Fahrräder durch Schotterbett und über Schienen tragen und dabei den Gleisbauarbeitern ausweichen), matschigen Uferwegen (nach einigen durchregneten Wochen war Stellenweise nur noch Morast) und Touristenhorden die nicht gucken wo hin sie laufen (ganz schlimm am Schweriner Schloss). 59km in 3:10 standen auf dem Zeitmesser. Wären mit meinem kleinen Renner wohl noch zu toppen, der ist aber nicht für schlammige Uferwege geeignet.


Die Rechnung kam dann direkt im Anschluss. Schon während des letzten Drittels plagten mich immer stärker brennende Oberschenkelmuskeln, was irgendwann kaum noch auszuhalten war. Zu Hause angekommen war ich dann auch wirklich durch. Nur noch die Treppen hoch und unter die Dusche. Die Treppen wieder runter war schon ein Problem, denn mir knickten einfach die Beine weg. Auf der Couch ereilten mich dann auch kurze Zeit später höllisch schmerzhafte Krämpfe. Die Allzweckwaffe Magnesiumbrausetablette kam zum Einsatz und die Krämpfe waren verschwunden. Einfach so. Auch über Nacht war das kein Problem mehr. Irgendwie seltsam.


Heute habe ich es dann nach ein paar Wochen zwangsweiser Abstinenz (erst hartnäckige Erkältung, dann kollegenurlaubsbedingte Überstunden und die Vorbereitungen zu Lost in MV) geschafft endlich mal wieder zu laufen. Bei knapp 30° schwüler Hitze und Rasenmäher überall (was meinem allergisch ausgelöstem Asthma jedesmal besonders gut gefällt :-\ ) hat es nicht wirklich Spaß gemacht. Obwohl das Pfützenspringen am Seeufer hatte schon etwas…  Hier einfach immer weiter laufen und ich käme auch wieder nach Hause. Aber dafür reicht es (noch lange) nicht. Denn selbst die Umrundung nur der Nordhälfte des Sees wären schon 39 km und damit „etwas“ über dem derzeitigen Leistungsniveau. Doch ich arbeite dran. Mehr dazu dann in einem separaten Beitrag.

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